Hilfsnavigation

LOB - Lennestadts Offener Bücherschrank

Veränderungen am Bücherschrank

Aufgrund von beobachteten Unregelmäßigkeiten am Bücherschrank wurde eine Intensivierung der Betreuung erforderlich. Gemeinsam mit der Initiatorin und Mitbegründerin Elfriede Lucia Pant schauen die neuen ehrenamtlichen Teammitglieder Frau Elisabeth Brüggemann und Herr Gregor Fellenberg z.Zt. täglich auf den Bestand. Neu eingestellte Bücher werden mit dem Stempel < LOB – Lennestadts Offener Bücherschrank > gekennzeichnet. Mit dieser zeitaufwändigen Maßnahme möchte das Team zweifelhafte Nutzung eindämmen, um einen attraktiven Bestand zu sichern.

Erfreuliche Nebenwirkung: Ein gestempeltes Buch, das möglicherweise in Frankfurt auf dem Bahnhof abgelegt wird oder in einem Basar zum Verkauf landet, ist in jedem Fall Werbeträger für die Stadt Lennestadt. Zudem lässt dieses Betreuungssystem Rückschlüsse auf den tatsächlichen Buch-Umsatz zu, und die Zahlen sind sehr erfreulich und rechtfertigen den erhöhten Aufwand. So können alle, die sich mit guten Büchern am offenen Buchaustausch beteiligen, darauf vertrauen, dass die Bücher gepflegt verwaltet werden und wirklich interessierten Lesern zur Verfügung stehen.

So funktioniert LOB

Lennestadts Offener Bücherschrank ist ein Kulturobjekt unserer Stadt. Diese Bibliothek der besonderen Art versteht sich als offenes Bildungsangebot für Jung und Alt, Arm und Reich, für Menschen jeder Couleur in Lennestadt. LOB ist eine freie, eigenständige Ergänzung zu den bestehenden, in der Regel kirchlich getragenen Büchereien.

Auf dem Bahnhofsvorplatz können interessierte Leser die unterschiedlichste Lektüre vorfinden. In einem wettergeschützten Schrank sind Bücher und Zeitschriften offen zugängig und somit rund um die Uhr barrierefrei verfügbar. Und das Besondere: Alles ist kostenlos für den Benutzer! Ob Antiquariat oder Neuheit, Sachbuch oder Belletristik, Krimi oder Biografie, Kinder- oder Jugendbuch - eine vielfältige Bestückung ergibt sich durch die Nutzung:

- Idealerweise tauscht der Leser ein eigenes Buch gegen eines aus dem Bücherschrank. Hierbei liegen Zeitpunkt der Entnahme oder Bestückung, Thema der Lektüre und deren Wertigkeit allein im Ermessen des Nutzers. Also: einfache Nutzung für Bürger und Gäste unserer Stadt, ganz ohne Bürokratie. Der Standort im Zentrum von Altenhundem ist besonders geeignet. Viele Menschen passieren den Ort - ob sie zu Bussen, Zügen oder zum Einkaufen gehen. Es gilt nur ein wenig Zeit zu investieren, um kurz inne zu halten…

- Eigentlich ist es ganz einfach: stöbern, schmökern, lesen...

Hintergrund

Wer hat es nicht, das gute Buch, einmal gelesen, nicht unbedingt Lieblingsbuch, aber viel zu schade zum Wegwerfen. Wozu ins eigene Regal stellen? Warum nicht andere teilhaben lassen und vielleicht selber profitieren?

Von Wissenschaftlern und Politikern vielfach beschworen, von Bürgern und Kommunen immer wieder gefordert gehören sie zu den Werten, denen Jedermann sich verpflichtet fühlen kann: Nachhaltigkeit der eingesetzten Mittel, Recycling von Wertstoffen, Offene Bildungsangebote für Alle.

Einen kleinen Beitrag zu leisten war das grundsätzliche Anliegen, als Anfang 2010 Christiane Gallego, Waltraud Müller und Elfriede Lucia Pant den Initiativkreis „gelesen!?“ ins Leben riefen. Langjähriges Interesse im Umgang mit Büchern und dann ein zufällig gefundener Artikel über eine Bücherkasten in einem Kölner Stadtteil – die Neugier war geweckt, und die Recherche im Internet ließ bald deutlich werden: Ein Offener Bücherschrank in Lennestadt wäre kreisweit, möglicherweise im ganzen Sauerland die erste und einzige Bibliothek dieser besonderen Art.

Die Idee war geboren, der Entschluss bald gefasst, der richtige Standort fix bestimmt; Planung und Umsetzung des Vorhabens aber waren aufwändiger als gedacht, denn die selber gestellten Anforderungen waren hoch: Lennestadts Offener Bücherschrank sollte in seinem Design in das Gesamtkonzept des Bahnhofsvorplatzes eingepasst sein; er sollte eine einmalige Investition ohne Folgekosten sein; er sollte stabil, langlebig und dauerhaft ansehnlich sein; er sollte witterungsfest und trotzdem offen sein, er sollte optisch attraktiv und sauber sein; er sollte leicht zu bedienen und barrierefrei erreichbar sein.

Der Initiativkreis „gelesen!?“ möchte an dieser Stelle Dank sagen für die Verwirklichung dieses (Traum-)Projekts, Dank sagen Allen, die sich von dem ausgeprägten Teamgeist des Initiativkreises haben einbinden lassen: DANK dem Bürgermeister der Stadt Lennestadt, Herrn Hundt, für die Erdung dieses Traums; DANK dem Planungsbüro der Stadt, Herrn Schürrer, für die weitsichtige Planung; DANK der Firma IQ-Bauelemente, Herrn Giller, für die Ausarbeitung und Fertigung; und ganz besonderen DANK allen Spendern für die zum Teil sehr großzügige finanzielle Unterstützung! Ihre Namen sind auf dem nebenstehenden Eröffnungsplakat aufgelistet.

Am 23.2.2012 wurde Lennestadts Offener Bücherschrank offiziell eröffnet. Bereits an diesem Tage konnte bei der Sichtung des Bestands festgestellt werden, dass in den Anfangs- und Aufbauwochen schon viele Benutzer Bücher eingestellt und getauscht hatten.

LOB wird vom Initiativkreis „gelesen!?“ weiter betreut und in seiner Entwicklung begleitet.

Der Initiativkreis wünscht sich weiterhin einen starken Umsatz des Buchbestandes und erwartet einen verantwortungsvollen Umgang mit diesem neuen kulturellen Angebot – von allen Bürgern und Gästen der Stadt. Und wenn Sie mögen, dann schreiben Sie Ihr Lob, Ihre Kritik, Ihre Anregungen und Wünsche oder eventuell besondere Vorkommnisse an LOB@lennestadt.de .

Initiativkreis „gelesen!?“:
[ Christiane Gallego & Waltraud Müller & Elfriede Lucia Pant ]