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AK 2 - Wohnen und Leben im Alter

Etwa ein Viertel der Bevölkerung ist über 60 Jahre alt. Noch stärker als in anderen Altersstufen ändern sich die individuellen Gegebenheiten, Möglichkeiten und Wünsche. Zusätzlich lässt sich ein gesellschaftlicher Wandel in den Verhaltensweisen feststellen.

Der Arbeitskreis möchte die Lebensbedingungen und Wünsche der Senioren und Seniorinnen in Lennestadt berücksichtigen. Hierzu diente eine Seniorenumfrage in Zusammenarbeit mit der Universität Siegen und den Caritaskonferenzen, aus der ein Handlungsprogramm entwickelt wurde (vgl. Lokale Agenda, Leitlinien).

2014 hat der Arbeitskreis überprüft und beraten, welche Ziele und vorgesehenen Maßnahmen bisher umgesetzt sind.

Stand der Umsetzung gem.

Auszug aus dem Protokoll
Arbeitskreis Wohnen und Leben im Alter - Lokale Agenda 21 Lennestadt
Sitzung am 27.05.2014

Umsetzung der Lokalen Agenda, Bewertung

Vor 5 Jahren hat der Rat die Lokale Agenda Lennestadt mit den entwickelten und abgestimmten Leitlinien als Handlungskonzept für die Zukunft der Stadt beschlossen. Nunmehr sollte in den Arbeitskreisen eine Zwischenbilanz gezogen werden, welche Vorstellungen und Empfehlungen umgesetzt wurden und wo (noch) Handlungsbedarf besteht.

Die Diskussionen erbringen ein weitgehend positives Ergebnis.

Leitlinie 6: Die Stadt unterstützt den Verbleib in der eigenen Wohnung durch Information und Beratung.

Leitlinie 7: Die Stadt regt an und begleitet Wohnungsanpassungen bis hin zu seniorengerechten Bauweisen.

Als fehlend werden vermerkt:

  • Alternative Wohnformen
  • Wohnungsbörse

Positiv sind:

  • Information und Beratung (Pflegeberatung, Pflegstützpunkt, EiL, HANAH, AGIL, Seniorenratgeber i.V.)
  • Mehrgenerationenhaus, DRK
  • Betreutes Wohnen
Differenziert betrachtet werden:
  • seniorengerechte Wohnungen
  • Wohnberatung (z.T. durch Pflegeberatung)

Diskutiert wird die Frage nach Kosten und Finanzierung des betreuten Wohnens in Wohnanlagen; Finanzierung durch den Kreis wird als unzureichend angesehen. Einsparungen für den Kreis, statt Pflegekosten z.B. Verbleib in der eigenen Wohnung mit Hilfe etwa von AGIL, müssten gegengerechnet werden. Verbesserte Zahlungen durch den Kreis bzw. veränderte Richtlinien sollten gefördert werden.

Leitlinie 8: Stadt und Stadtmarketing unterstützen Maßnahmen zum Erhalt und zur Verbesserung der Infrastruktur

Leitlinie 9: Lennestadt strebt die Verbesserung des ÖPNV, die Einrichtung eines Bürgerbusses oder vergleichbare Möglichkeiten an.

Als positiv werden gesehen:

  • Leerstände in Wohnungen umbauen (z.B. in der Dorfentwicklung)
  • Stadtmarketing „Generationen-Stern“
  • Barrierefreie Umgestaltungen
  • Keine Ausweisung von großflächigen Neubaugebieten

Negativ:

  • Mietwohnungen in sozialen Brennpunkten
  • Alternativen zum fehlenden (nicht nachgefragten) Bürgerbus entwickeln
  • Fahrdienste werden nachgefragt.

Ansätze für Fahrdienste liegen vor:

  • Für Behinderte: Angebot zwischen den Bahnhöfen Altenhundem und Grevenbrück
  • Mietwagen/Taxis stärker einbinden, über Bündnis für Familie
  • Fahrdienste der sozialen Dienste (EiL/AGIL: Fahrdienst / Begleitdienst, Ortscaritas)

Leitlinie 10: Lennestadt unterstützt die sozialen Kontakte und das soziale Engagement.

Engagement und soziale Kontakte werden positiv eingestuft, wichtig bleibt die Vernetzung und die Bildung von Synergien:

  • HANAH-Servicebüro
  • Eil (telefonischer Besuchsdienst)
  • AGIL
  • Seniorenfrühstücke- Treffcafé für allein lebende Frauen und Männer
  • Aktionstage (Stadtsportverband/KSB)
  • Vereinsbefragung (2012/13)
  • Mehrgenerationenhaus (DRK)

Leitlinie 11: Lennestadt fördert verstärkt Kultur- und Bildungsangebote

Herr J. Voss hält Angebote speziell für Senioren für wenig sinnvoll, u.U. kontraproduktiv zur gewünschten Integration. Zumindest werden auch hier wieder Fahrdienste notwendig.

Aufgeführt werden ferner

  • VHS
  • Kulturgemeinde
  • Tagesausflüge
  • EiL

Aus Zeitgründen werden die weiteren Aspekte nur kurz angesprochen.

Leitlinie 12: Planungen und Maßnahmen im öffentlichen Raum berücksichtigen die besonderen Bedürfnisse der Senioren.

Bürgerversammlungen und -beteiligungen und Ortsbegehungen dienen der Umsetzung.

Übergeordnetes Leitziel: Einrichtung einer zentralen Beratungsstelle

Eine zentrale Beratung ist aufgebaut in Form von

  • HANAH-Servicebüro für Familien und Senioren
  • Zusammenarbeit mit verschiedenen Bereichen im Hause (Grundsicherung, Wohngeld, Rentenberatung)
  • Zusammenarbeit mit Institutionen und Einrichtungen (Khs-Sozialdienst, Pflegestützpunkt, Pflegeberatung, Senioreneinrichtungen, ambulanten Diensten)
  • Vermittlung haushaltsnaher Dienstleistung

Nächste Besprechung:

Die weitere Arbeit ruht auf Wunsch der Arbeitskreismitglieder und nach Beratung im Agenda-Team bis 2018.

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