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Umweltpreis der Stadt Lennestadt 2016

Preisverleihung2017 Umwelt16

Zahlreiche Projekte für die Umwelt ausgezeichnet

Neun Preisträger

Bereits zum vierten Mal fand am 29.03. die Vergabe des Lennestädter Umweltpreises statt, der alle drei Jahre von der Stadt Lennestadt ausgeschrieben wird.

Der Umweltpreis wird verliehen für Leistungen zur Erhaltung natürlicher oder zur Verbesserung ungünstiger Umweltbedingungen. Er soll dabei motivieren und belohnen: motivieren, auf den richtigen Wegen weiter zu gehen und die vielfältigen Umweltaspekte zu berücksichtigen. Belohnen, indem Leistungen anerkannt werden, Maßnahmen unterstützt werden und umweltbewusstes Verhalten ausgezeichnet wird.

Für den Umweltpreis 2016 wurden 12 Bewerbungen eingereicht und von der Jury Anfang des Jahres bewertet. Die eingereichten Beiträge umfassten dabei Themen zu Energieeinsparungen, zur Umweltbildung, zum Arten- und Biotopschutz, zur Verbesserung des Wohnumfelds, zur Abfallwirtschaft und dem eigenen Konsumverhalten.

Es wurden neun Preise vergeben, jeweils 3 x der erste, zweite und dritte Platz.

Musikalisch auf dem Klavier begleitet wurde die Auszeichnung von der 11jährigen Helen Shen von der Musikschule Lennestadt/Kirchhundem, die ihr außergewöhnliches Talent bereits in verschiedenen Wettbewerben unter Beweis stellte.

Bildergalerie zur Preisverleihung

 

Im Einzelnen sind dies folgende Projekte und Preisträger:

3. Platz, St. Agatha-Schule, Ansprechpartnerin: Schulleiterin Frau Brieden

Pflanzung von Obstbäumen und Bau eines Insektenhotels

Mit dem Projekt „Pflanzung von Obstbäumen“ auf dem Schulgelände sollen die Kinder zum nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen angeleitet werden. Die gepflanzten Bäume dienen im Jahresverlauf der Anschauung und Langzeitbeobachtung. Sie ermöglichen und unterstützen Unterrichtsgänge zu unterschiedlichen Themen.

Des Weiteren wurde ergänzend zu dieser Maßnahme ein Insektenhotel gefertigt, um den unterschiedlichen Insektenarten zu helfen und grundlegende Einblicke in die gegenseitigen Abhängigkeiten und Vernetzungen in der Natur zu ermöglichen.

3. Platz, Kindergarten Flohkiste, Ansprechpartnerin: Frau Wilczek (Elternverein Kirchveischede)

Anlage und Nutzung von „Naschbeeten“

Mit der Anlage von Hochbeeten bzw. Naschbeeten wird den Kindern die Chance gegeben, Pflanzen und deren Nutzung kennenzulernen (z.B. Beeren wie Himbeere und Erdbeere, Kräuter wie Zuckerschote und Schnittlauch, Zitronenmelisse zur Teeherstellung, geplant auch: Tomaten und Salatsorten).

Im Laufe eines Jahres kann das Wachstum der Pflanzen vom Säen bis zur Ernte beobachtet und begleitet werden.

3. Platz, Almhof Elspe, Ansprechpartner: Herr Duwe

Projekt „Solidarische Landwirtschaft“

Das Projekt „Solidarische Landwirtschaft“ ist eine Innovation für die heimische Region und daher auch außergewöhnlich im Rahmen des Umweltpreises: Landwirt Herr Elmar Duwe stellt ein Stück Land zur Verfügung und produziert darauf Lebensmittel. Eine solidarische Gruppe von Menschen garantiert die direkte Abnahme und finanziert durch ihren monatlichen Beitrag dieses Projekt. Die Umwelt profitiert z.B. von der Förderung der regionalen Wirtschaft und den kurzen Transportwegen, dem Anbau alter Sorten und der natürlichen Landbewirtschaftung.

2. Platz, Kindergarten Regenbogenland, Oberelspe, Ansprechpartnerin: Frau Oertel-Plaßmann

Gartenkinder – Kindergarten

Seit einigen Jahren wurde das Projekt „Gartenkinder“ mit immer neuen Akzenten der Naturpädagogik weiterentwickelt. Den Kindern wird das Sammeln zahlreicher Naturerfahrungen ermöglicht, indem sie Geerntetes sowie wilde Kräuter verarbeiten und sie dabei z.B. auf die oft kleinen Unterschiede einzelner Pflanzen aufmerksam gemacht werden.

Im Vordergrund steht immer, Praktisches zu tun und zu erleben. U.a. mit dem Besuch der mobilen Apfelpresse wurde ein Beitrag zur Umweltbildung geleistet.

2. Platz, NAJU Kindergruppe Kirchveischede des NABU Olpe, Ansprechpartnerin: Frau Hieber

Streuobstwiese am Dorfrand

Mit der Anlage einer Streuobstwiese am Dorfrand wurde ein ökologisch wertvoller Lebensraum geschaffen.

Bei der zu leistenden handwerklichen Arbeit wurde den Kindern zusätzlich z.B. vermittelt, wo früher solche Wiesen zu finden waren, für wen sie von Nutzen waren und wie sie gepflegt wurden. Die Kinder lernten, wie Obstbäume richtig gepflanzt werden, wie der Pflanzschnitt und Wurzelschutz erfolgen. Der Arbeitserfolg wird für alle Beteiligten deutlich sichtbar.

Für die Zukunft sind das Aufstellen einer Schautafel am Grundstücksrand und das Pflanzen einer Naturhecke geplant.

Das Projekt dient dabei nicht nur der Umweltbildung sondern auch dem Biotopschutz und der typischen Eingrünung des Ortsrandes.

2. Platz, Jugendtreff Oberelspe, Ansprechpartner: Herr Irmler

Apfelaktion

Seit 2014 initiiert der Jugendtreff Oberelspe den Einsatz einer mobilen Saftpresse. Neben dem Sammeln naturnaher Erfahrungen bei Kräuterwanderungen und beim jährlichen Schnitt von Obstgehölzen sind Kinder und Jugendliche aktiv, damit die reifen Äpfel sinnvoll verwertet werden und das Obst nicht verkommt.

Diese Aktion mit seinen sozial- und umweltbildenden Aspekten ist ein wertvoller Beitrag zur Wertschätzung von Lebensmitteln. Die Kinder und Jugendlichen werden in hohem Maße für Umwelt- und Naturschutz sensibilisiert.

Dieses Projekt dient indirekt auch dem Erhalt und der Pflege der traditionellen Obstwiesen, damit eines wertvollen Lebensraums mit hohem Reichtum an Tier – und Pflanzenarten.

1. Platz, Kindergarten Lummerland, Elspe, Ansprechpartnerin: Frau Nolden

Wir helfen der heimischen Zwergfledermaus

Nachdem die Kinder am Kindergartengebäude ein Vorkommen der Zwergfledermaus gefunden hatten, war der Forschergeist geweckt. Die Erzieherinnen haben dieses Thema auf sehr vielfältige Weise intensiv mit den Kindern, eingeladenen Experten und Eltern in diesem originellen Projekt Schritt für Schritt aufgearbeitet und die Kinder für dieses Thema sensibilisiert:

Die zunächst abstoßende Beobachtung einer Verschmutzung wird als Chance zu einem Naturschutz-Beitrag erkannt. Auch im Folgeverlauf wurden Anregungen und Bemerkungen der Kinder geschickt im Sinne einer verhaltensorientierten Naturpädagogik aufgegriffen und zur Bewusstseinsbildung eingesetzt.

Selbstgebaute Fledermauskästen sollen Unterschlupf geben; ein neu angelegtes Wildblumenbeet lockt Nachtinsekten an und liefert damit den Fledermäusen Nahrung.

1. Platz, Kindergarten Zauberwald, Langenei Ansprechpartnerin: Frau Berens

Ein Meer voll Müll – die Zauberwaldkinder werden aktiv

Ziel des Projekts war die Abfallvermeidung und -verwertung sowie bei dem Gewässer- und Meeresschutz die Reduzierung der Belastung durch Giftstoffe in Plastikmüll wie z.B. in Plastiktüten.

Nach Ansicht der Jury wurde dieses nicht einfache Thema kindgerecht aufgearbeitet und in seiner Komplexität den Kindern nahe gebracht. Die (weltweite) Problematik wurde nicht nur dargestellt, es wurden auch Handlungskonsequenzen gezogen. Bemerkenswert ist auch der Aufwand, der betrieben wurde, um so konkret wie möglich zu sein: genannt sei hier der Besuch eines Discounters, eine Unterschriftenliste, einer Selbstverpflichtung der Eltern u.s.w.

Dieses - unter großem Zeitaufwand, einer aufwändigen Präsentation und Einbeziehung der Eltern - durchgeführte Projekt leistet einen wirksamen Beitrag zur individuellen Müllreduzierung.

1. Platz, Franziskus-Schule - Teilstandort Maumke, Ansprechpartnerin: Klassenlehrerin Frau Stinn

Unsere Umwelt schützen – nachhaltig leben

In dem Beitrag wurden die Themen behandelt

  • „Raus“ bei jedem Wetter
  • Die Natur erwacht
  • Pflanzen bestimmen und ein Insektenhotel basteln
  • Stromsparende „Klimaanlage“
  • Erntedank
  • Wohin mit dem Plastikmüll?: Projekt: Plastiktüte? – Nein, danke!

Die Jury ist sehr beeindruckt von der Vielseitigkeit des Projekts, ferner spricht die Dauer des Projekts über fast ein ganzes Schuljahr für sich.

Einbezogen wurden hier verschiedene Unterrichtsfächer sowie unterschiedliche Wahrnehmungskanäle, wie Kognition, Emotion und Ästhetik. Durch außerschulische Lernorte wurde der Erfahrungsraum erweitert.

Dieses Projekt geht über guten Unterricht weit hinaus und wird daher mit dem 1. Platz ausgezeichnet.

Ansprechpartner

Thomas-Morus-Platz 1
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Telefon 02723 608-104
Fax 02723 60899-104
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