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Thomas Morus „Utopia“ als Vorbild

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Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger waren am Mittwochabend der Einladung zur ersten Sitzung des Rates gefolgt und so war das Rathaus bestens gefüllt. Eröffnet wurde die traditionelle Sitzung zum Gedenken an Thomas Morus und offene Bürgerbegegnung wieder von einer ökumenischen Andacht mit Pfarrer Christoph Gundermann und Pfarrer Martin Behrensmeyer im Foyer des Rathauses.

Sicherheit und Verlässlichkeit

Beim offiziellen Festakt im Ratssaal begrüßte Bürgermeister Stefan Hundt die Anwesenden und ging kurz auf den aktuellen Stand der Flüchtlings- und Integrationssituation in Lennestadt ein. Neben dem Wunsch nach Sicherheit und Verlässlichkeit besonders in unserem Staat und Europa stehen auch konkrete Wünsche für zeitnahe und gerechte Asylverfahren und vermehrte Bildungsangebote an erster Stelle. Er bedankte sich bei den Lennestädter Bürgerinnen und Bürger, die die Flüchtlingsarbeit so positiv und tatkräftig unterstützen und in großen und kleinen Dingen wie selbstverständlich mitgeholfen haben.

Ideen von Morus und Luther auch heute aktuell

Als Festredner konnte Prof. Dr. Dr. Sternberg gewonnen werden. Ein Heimspiel für den gebürtigen Grevenbrücker, der neben verschiedenen politischen Tätigkeiten seit 2015 das Zentralkomitee der deutschen Katholiken als Präsident leitet. Viel Wissenswertes über das Leben und Wirken von Thomas Morus vermittelte Prof. Sternberg den Lennstädtern in seiner Rede und zeigte auf, dass viele Gedanken von Thomas Morus zu jeder Zeit und besonders heute aktuell sind. In seinem Buch „Utopia“ hat Morus eine „ideale Gesellschaft“ dargestellt, deren Werte, wie z.B. die Religionsfreiheit auch Vorbild für uns sein kann. Mit Hinblick auf das diesjährige Reformationsjahr beleuchtete Sternberg ebenfalls die Aussagen des Morus-Zeitgenossen Martin Luthers, die in ihrer Modernität Ähnlichkeiten aufweisen. Mit Sorge sieht Sternberg das Auseinanderbrechen vom europäischen Gedanken und die nationalistischen Bewegungen in vielen Ländern. Freiheit und Frieden werden nicht wahrgenommen, erst mit der Unfreiheit und dem Unfrieden wird schmerzhaft bewusst, welche Stellung sie einnehmen. Auch der ökumenische Gedanke findet bei Thomas Sternberg große Zustimmung und so war der ökumenische Beginn der Veranstaltung ein schönes Zeichen für ihn.

Rahmenprogramm mit Jazz-AG

Musikalisch begleitet wurde der Festakt von der Jazz-AG der Musikschule Lennestadt/Kirchhundem mit den Dozenten Peter Autschbach und Dirk Seiler. Beim anschließenden Imbiss und Umtrunk, serviert von Schülerinnen der Janusz-Korczak-Schule in Grevenbrück, bot sich für die Anwesenden noch die Gelegenheit zum Gespräch.

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