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Familiengerechte Kommune Lennestadt

Stadt Lennestadt hat die Zertifizierung "Familiengerechte Kommune Lennestadt"!

Seit Ende März besitzt Lennestadt jetzt das offizielle Zertifikat „Familiengerechte Kommune Lennestadt“ und hat damit zwei Jahre Zeit um die beschlossenen Maßnahmen umzusetzen. Mit der Zertifizierung ist die Stadt Lennestadt die einzige Kommune im Kreis Olpe von bundesweit 35 Kommunen.

Familiengerechtigkeit wird angesichts der demografischen Entwicklung in Deutschland immer wichtiger für die Entscheidung von Familien auf der Suche nach einem geeigneten Wohnort. Hier kann die Kommune in vielfältigster Weise Hilfestellungen bieten, beraten und unterstützen – und dies am besten frühzeitig und vorbeugend. Auch richten Unternehmen ihre Standortentscheidungen immer mehr nach der Verfügbarkeit von Fachkräften und der Lebensqualität in der Kommune aus.

Das »Audit familiengerechte Kommune« ist bundesweit das einzige Planungs- und Führungsinstrument, das Kommunen den Weg zu einer strategischen und gemeinsam getragenen Familienorientierung weisen kann und alle Beteiligten mitnimmt.

Familiengerechtigkeit ist ein harter Standortfaktor geworden. Und hier, vor Ort, müssen alle an einem Strang ziehen: Das Rathaus ist nicht nur zuständig für alle familienbezogenen Leistungen, sondern auch verantwortlich für die Gestaltung einer guten Kooperation aller Akteure. Die kommunale Verantwortungsgemeinschaft steht vor der Herausforderung, die vielfältigen Leistungen für Familien zuverlässig und nachhaltig zu organisieren.

Das Audit zielt darauf ab, eine positive Wechselwirkung von Lebensqualität für Familien einerseits und Standortqualität für Unternehmen andererseits zu erzeugen und damit die gesamte Kommune im Standortwettbewerb besser zu positionieren. Zudem ist Familiengerechtigkeit ein Gewinnerthema geworden. Das Audit kann dazu beitragen, nicht nur die öffentlichkeitswirksame Profilierung der Stadt Lennestadt zu unterstützen, sondern die Familiengerechtigkeit für alle Einwohner konkret spürbar zu machen. Mit den verbindlichen Vereinbarungen, die wir hier vor Ort erarbeiten, und den daraus resultierenden Maßnahmen wird ein „Mehrwert“ für alle Beteiligten entstehen, der Lennestadt zu einer familiengerechteren Kommune macht!

Was bringt das Audit den Familien?

Die Ergebnisse der Auditierung stehen nicht nur auf dem Papier, sondern sind direkt und unmittelbar für die Familien vor Ort spürbar. Es geht neben verbesserter Information und der Vernetzung der familienpolitischen Akteure vor Ort maßgeblich auch um konkrete Maßnahmen. In der Beteiligungsphase von Mitte Januar bis Anfang Juni 2014 waren alle interessierten Bürgerinnen und Bürger eingeladen, sich mit Ideen und Anregungen zum Thema Familiengerechtigkeit einzubringen. In 6 Handlungsfeldern sollten die vielfältigen Aufgaben mit familienpolitischem Hintergrund übersichtlich und systematisch dargestellt und bearbeitet werden. Im ersten Schritt ist über einen detaillierten Fragebogen eine Bestandsaufnahme der Ist-Situation und aller bekannten Angebote für Familien in Lennestadt erfolgt. Eine Zusammenfassung steht hier zur Verfügung.

Eine Analyse der Bestandsaufnahme und eine entsprechende Strategieentwicklung fanden im Januar im Strategieworkshop statt. In einem zunächst kleineren Kreise wurden die Ergebnisse unter anderen mit dem Bürgermeister Stefan Hundt, Mitarbeitern der Stadtverwaltung, Mitgliedern der Ratsfraktionen und Vertretern der unterschiedlichen Einrichtungen diskutiert. Es wurde der Status Quo sichtbar gemacht und Stärken und Schwächen wurden benannt. Die erörterten Ergebnisse gehen in die Planung für das weitere Vorgehen mit ein.

Das Protokoll des Strategieworkshops finden sie hier.

Im Februar 2014 begann die 4-6 monatige Beteiligungsphase unter aktiver Beteiligung von Lennestädter Bürgerinnen und Bürgern ebenso wie von Familienpolitischen Akteuren. Am 14. Mai 2014 fand eine Präventionskonferenz unter dem Motto „Voneinander wissen – miteinander arbeiten Beratung, Unterstützung und Hilfestellung für Familien in Lennestadt“ statt. Die Präventionskonferenz orientierte sich am Lebenslauf der Menschen (vom Lebensanfang bis zum Lebensende). Einerseits wurden so die vielfältigen Angebote „vor Ort“ sichtbar gemacht. Andererseits galt es aber auch (Wissens-)Lücken zu erkennen und zu überlegen, wie sie in Zukunft geschlossen werden können. Ziel der Präventionskonferenz war es, Netzwerke aufzubauen, Wissen zu erweitern und Strukturen für Familien in Lennestadt zu schaffen.

Audit Präventionskonferenz 2014

Das Protokoll der Präventionskonferenz finden sie hier.

Weitere Beteiligungsformate wurden geplant. Ende Juni/Anfang Juli sind wir, anhand von drei „Modell-Ortsteilen“, mit den Akteuren und den Bürgern vor Ort ins Gespräch gekommen. Einerseits wollten wir unser Vorhaben vorstellen. Die oftmals vorbildliche soziale Infrastruktur in den Orten sollte transparent gemacht werden und vielleicht auch als Gutes-Praxis-Beispiel für andere Ortsteile dienen. Andererseits haben wir mit Ihnen geschaut, wo die Herausforderungen in den kommenden Jahren liegen, um in den einzelnen Orten eine Struktur zu schaffen, in der sich sowohl ältere als auch jüngere Menschen wohlfühlen.

2. Lennestädter Präventionskonferenz

Fachleute trafen sich zum Austausch im Rathaus

„Ich freue mich, dass Sie uns durch Ihre Teilnahme an der 2. Lennestädter Präventionskonferenz zeigen, dass wir als Stadt Lennestadt auf dem richtigen Weg sind. Nur durch das Zusammenwirken der verschiedensten Beteiligten können wir hier in Lennestadt gute Bedingungen für Familien und ihre Belange schaffen“, so begrüßte Bürgermeister Stefan Hundt die über 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Rathaus der Stadt Lennestadt. Die Präventionskonferenz richtete sich an alle Einrichtungen und Institutionen, die Angebote für Familien vorhalten. Von der Kindertageseinrichtung über Einrichtungen der Behindertenhilfe bis zu den Senioreneinrichtungen, vom Jobcenter über das Jugendamt bis zu den Schulen, Beratungsstellen, kirchlichen Angeboten sowie therapeutischen Praxen in Lennestadt und dem Kreis Olpe.

Frau Dr. Angelika Engelbert vom Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung (ZEFIR) an der Ruhr-Universität Bochum sprach in ihrem Impulsreferat zum Thema „Prävention und kommunale Familienpolitik“ von der Wirkung der präventiven Angebote. Ein Schwerpunkt ihres Vortrags richtete sich auf die Inanspruchnahme der Angebote durch die „richtigen“ Familien. Sie zeigte sehr eindrucksvoll auf, welche Komponenten innerhalb der Familie sowie durch das Umfeld die Inanspruchnahme – und somit auch das Gelingen oder Scheitern – von präventiven Angeboten für Kinder und Familien beeinflussen. Ihr Fazit: Eine ressourcenorientierte und familiensensible kommunale Familienpolitik, die konsequent bedarfsorientiert vorgeht, nachhaltig angelegt und zielorientiert ausgerichtet ist, ist ein zentraler Beitrag zur Prävention!

Anschließend berichtete Beatrice Hartmann, Leiterin von AufWind Lennestadt, von der Arbeitsgruppe „Frühe Hilfen“, die sich bei der Präventionskonferenz im letzten Jahr gebildet und seit dieser Zeit mehrmals getagt hat, um das „Netzwerk Frühe Hilfen“ für Lennestadt und Kirchhundem zu etablieren und nachhaltig aufzustellen.

Im zweiten Teil der Konferenz konnten die Anwesenden sich dann an „Themeninseln“ über die verschiedenen Akteure im „Netzwerk Frühe Hilfen“ und deren Angebote informieren. Lebhafte Diskussionen, gegenseitiges Kennenlernen aber auch fachlicher Austausch prägten diesen deutlich, dass gerade die „kurzen Wege“, das persönliche Kennen von Personen sowie die Transparenz der Angebote für die Unterstützung bei der Arbeit mit den Familien sehr wichtig ist. Das Lennestädter Bündnis für Familie mit seiner Vernetzungsstrategie wird hier auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Alle Anwesenden waren sich einig, dass die Präventionskonferenz ein toller Erfolg war und auch im nächsten Jahr – mit einem anderen Schwerpunktthema – wiederholt werden soll.

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