8. Dreikönigskonzert war ein voller Erfolg – vollbesetzter Ratssaal
„Freue Dich Welt“ (Joy to the world) – mit fanfarenähnlichen Klängen eröffnete das Bläserensemble des Musikverein Bilstein unter der Leitung von Andreas Regeling pünktlich um 14.30 Uhr am vergangenen Sonntag das 8. Dreikönigskonzert im Lennestädter Rathaus.
Die Freude an der Musik war auch den beteiligten Chören anzumerken. Der MGV Gemischter Chor Sangeslust 1921 e.V. Milchenbach unter dem Dirigat ihres Chorleiters Dirk Steffen überzeugte mit Literatur von Udo Jürgens („Ihr von Morgen“) oder „Gabriellas Song“ (Musik aus dem Film „Wie im Himmel“). Die passenden Erläuterungen zu den Titeln gab Petra Vorgang-Tröster. Lennestadts Bürgermeister Tobias Puspas zeigte sich hoch erfreut über das ehrenamtliche Engagement der Chöre. Er begrüßte zudem den stellvertretenden Bürgermeister der Gemeinde Kirchhundem, Peter Nelles. „Mittlerweile hat sich dieser Konzertreigen auch als interkommunales Konzert etabliert. Heute freuen wir uns auch auf unsere Gäste aus der Gemeinde Kirchhundem,“ so Lennestadts Bürgermeister und wünschte allen Akteuren wie Zuhörern ein frohes neues Jahr.
Denn mit dem Gemischten Chor „Rüsper Klang“ Marmecke gestaltete ein Chor aus der Nachbargemeinde den Nachmittag mit. Mit ihren Liedvorträgen führten die Sängerinnen und Sänger die Gäste im vollbesetzen Ratssaal bewusst noch einmal zurück in die Adventszeit. Mit Titeln wie „Im Dunkel naht die Weihnacht“ oder „Jul, jul, stralande jul“ (dem schwedischen Pendant zu „Stille Nacht, heilige Nacht“) rief Chorleiterin Karin Endrigkeit-Sasse - auch mit ihren Erläuterungen -nochmal eindrucksvoll die „ach so besinnliche Adventszeit“ ins Gedächtnis: „Vielleicht ist ja heute der richtige Zeitpunkt, um tatsächlich zur Ruhe zu kommen.“ Beide Chöre wurden professionell von Peter Hinz am Klavier begleitet. Viel Applaus gab es auch für Regina Dröge. Die Flötistin im Musikverein Bilstein trat gemeinsam mit Torsten Pott (Klavier) als Gesangssolistin unter anderem mit den Titeln „Hallelujah“ von Leonard Cohen oder „Set the fire to the rain“ (Adele) auf.
Doch nicht nur wegen der Musik ist das Dreikönigskonzert eine Erfolgsgeschichte. Moderator Martin Steinberg: „Den Chören obliegt nicht nur die musikalische Gestaltung – sondern auch die Auswahl des jeweiligen Spendenzwecks.“ Er begrüßte den Leiter des Kinder- und Jugendhospiz Balthasar Olpe, Roland Penz. Dieser bedankte sich für die Einladung: „Schön, dass ich bereits zum zweiten Mal hier diesem Tag beiwohnen darf und Sie sich für die Unterstützung unserer Arbeit entschieden haben.“ In seinem Grußwort stellte er die unschätzbar wertvolle Tätigkeit vor. Die Botschaft seiner Worte, egal ob im Hospiz oder in einem Konzert: miteinander reden, miteinander lachen, miteinander trauern. Apropos Balthasar: Natürlich sind bei einem Dreikönigskonzert Caspar, Melchior und eben Balthasar (vielen Dank für die gesangliche Darstellung an Ellen Bette, Amalia Kellermann und Paul Rosensprung) nicht weit und - unabhängig von einem weiteren Bericht zur Spendenübergabe an das Kinder- und Jugendhospiz - kann man schon jetzt festhalten, dass die Gäste der unmissverständlichen Bitte von Martin Steinberg zu einer „lautlosen Kollekte“ sehr folgsam nachgekommen sind.
Zum Abschluss des musikalischen Nachmittags bei Kaffee und Kuchen sangen Akteure und Publikum gemeinsam die „Lennestadt-Hymne“ und machten sich nach langanhaltendem Beifall mit „O Du fröhliche“ auf den Heimweg.
Das nächste Dreikönigskonzert findet am 10. Januar 2027 statt.