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Nist- und Fledermauskästen an der Lenne

Hoch hinaus ging es für die Umweltschutzbeauftragte der Stadt Lennestadt, Dr. Svendja Vormstein und Marcel Theis vom städtischen Bauhof, mit Unterstützung der Kollegen Thomas Schäfer und Udo Becker.

Umweltschutzbeauftragte Dr. Svendja Vormstein und Marcel Theis vom Bauhof hängen die Kästen auf.
Umweltschutzbeauftragte Dr. Svendja Vormstein und Marcel Theis vom Bauhof hängen die Kästen auf.

Aufgrund der geplanten Radwegbrücke über die Lenne am ehemaligen Sägewerk Patt in Maumke, heute Gewerbegebiet Christinenhütte, wurden im vergangenen Winter im Bereich der geplanten Brückenachse Gehölze zurückgeschnitten und Bäume gefällt. Hierzu gehörten auch Bäume mit Rindentaschen oder Astlöchern, die als Nistmöglichkeiten für Vögel und Tagverstecke für Fledermäuse dienten. Als Ersatz hierfür wurden verschiedene Vogelnistkästen für Höhlen- und Nischenbrüter aufgehängt. Um den Fledermäusen (höhlen- und spaltenbewohnende Arten) ihre Tagverstecke zu erhalten, wurden entsprechende Fledermauskästen angebracht, wovon einige sogar als Wochenstube genutzt werden können.

Viele Fledermausarten sind streng geschützt

Da viele Fledermausarten in der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie, einer europäischen Naturschutz-Richtlinie, aufgeführt sind, gelten sie als streng geschützte Arten. Die in diesem Bereich häufiger nachgewiesene Wasserfledermaus und die vereinzelt nachgewiesene Fransenfledermaus gehören zu den waldbewohnenden in NRW heimischen Arten. Ebenso ist als waldbewohnende Art vereinzelt die Rauhautfledermaus nachgewiesen, die sich als Fernstreckenwanderer (über 1.000 km) zwischen ihrem Sommer- und Winterquartier in den hiesigen Flussauen zur Stärkung für ihren Weiterflug aufhält. Es ist zu wünschen, dass die aufgehängten Nistmöglichkeiten rege angenommen werden um den Bestand dieser Tierarten in Lennestadt zu erhalten.