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Gesundheitsversorgung in der Stadt Lennestadt

Initiativen und Projekte der Stadt Lennestadt zum Thema Gesundheitsversorgung

Logo Lennestadt Schatz im Sauerland
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Diese Information soll die verschiedenen Initiativen und Bemühungen der Stadt Lennestadt zum Thema Gesundheitsversorgung zusammenfassen und mögliche Zukunftsperspektiven aufzeigen. So gibt es bereits diverse Projekte, die von der Stadt Lennestadt unterstützt oder eigenständig bzw. in verschiedenen Kooperationsformen durchgeführt werden. Weiterhin wird die Thematik auch auf übergeordneter Ebene bearbeitet, um die Potentiale und Stärken der Region Südwestfalen für Fachkräfte (insbesondere auch im Bereich der Gesundheitsversorgung) transparent zu machen und aktiv um diese Personengruppe zu werben:

  • „Willkommen in Südwestfalen / Perspektive 2.0“:

Hierbei handelt es sich um ein übergeordnetes Projekt in der Region Südwestfalen, koordiniert durch die Südwestfalen Agentur GmbH. Südwestfalen möchte als Lebens- und Arbeitsraum Modellregion des „Willkommens“ sein und mit den vielen Partnern der Region ein starkes Netzwerk schaffen, das die kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) der Region mittel- und langfristig optimal bei den Bemühungen um Fach- und Führungskräfteakquise unterstützt. Das Projekt „Perspektive Südwestfalen 2.0“ ist ein Nachfolgeprojekt des Projektes „Perspektive Südwestfalen“.

"Perspektive Südwestfalen 2.0" ist wie ein Dachprojekt zu verstehen, zu dem zwei Handlungsfelder mit verschiedenen Projektbausteinen gehören:

Handlungsfeld 1: Willkommen im Berufsleben in Südwestfalen

(Zielgruppe: Schüler*innen und Studierende in Südwestfalen)

Schüler*innen und Studierende in der Region sollen auf ihre Ausbildungs-, Studien- und Berufsperspektiven vor Ort aufmerksam gemacht werden. Denn auch wenn das Bewusstsein für die Wirtschaftskraft der Region Südwestfalen stetig steigt: Gerade Schüler*innen und Studierenden der Region fehlt oftmals das Gefühl für die Stärken ihrer Heimat bzw. ihres Studienortes, auf die man durchaus stolz sein kann. So wird beispielweise gemeinsam mit der Universität Siegen südwestfälisches Lehrmaterial für Schulen in der Region erstellt. Auch ganztägige und unterhaltsame „Studi-Tours“ zu südwestfälischen Unternehmen oder das Schnupperprogramm „Gap Year Südwestfalen“, in dem junge Menschen ein Praxisjahr in verschiedenen Unternehmen absolvieren können, sind entsprechende Projektbausteine von „Perspektive Südwestfalen 2.0“. Jeder dieser Projektbausteine soll dazu beitragen, den heimischen Nachwuchs in der Region zu halten.

Handlungsfeld 2: Herzliches Willkommen in der neuen Heimat Südwestfalen

(Zielgruppe: Neubürger*innen in und für Südwestfalen)

Im zweiten Handlungsfeld des Projekts sollen Neubürger*innen in Südwestfalen willkommen geheißen und potentielle Fachkräfte an die Region gebunden werden:

*Gewinnung von medizinischem und Pflege(fach)-Personal: Gemeinsam mit den Projektpartnern, der Brancheninitiative Gesundheitswirtschaft Südwestfalen e.V. sowie dem Zweckverband der Krankenhäuser Südwestfalen e.V., plant man einen Ansatz, um medizinisches und pflegerisches Fachpersonal für die Region zu begeistern. Denn das Thema Gesundheitsversorgung ist für Südwestfalen als ländlicher Raum zukunftsweisend: Die medizinische Versorgung zahlt unmittelbar auf die Attraktivität der Region ein. Dabei sollen alle südwestfälischen Akteure, die sich bereits mit dem Thema beschäftigen, mitarbeiten und bestehende Erfahrungen und Projektansätze einbringen können.

*Gewinnung von Touristen zu Neubürger*innen:Ein weiteres Thema bildet die gezielte Ansprache von Touristen als mögliche Neubürger. Damit wird eine besondere Stärke der Region genutzt, denn Sauerland und Siegen-Wittgenstein gehören zu den beliebtesten Tourismusregionen Nordrhein-Westfalens. Touristen und Geschäftsreisende sollen auf die – oftmals verborgene – wirtschaftliche Stärke und die damit verbundenen persönlichen Perspektiven in Südwestfalen aufmerksam gemacht werden.

Ein Beitrag zu dieser Thematik ist die, im weiteren Verlauf näher erläuterte, „Imagebroschüre“ der Stadt Lennestadt für Fachkräfte im Allgemeinen und (Haus)Ärzt*innen im Speziellen.

  • Beteiligung am LEADER-Projekt „Unternehmenswert Arzt“ zur Sicherung der ärztlichen Versorgung vor Ort:

Unternehmerische Kompetenzen stärken, Ärztinnen und Ärzte vernetzen und die positiven Aspekte der Niederlassung wieder in den Vordergrund stellen – das sind die erklärten Projektziele. Das von der EU geförderte Projekt setzt dazu an unterschiedlichen Stellen an und stellt Wissen digital sowie bei zahlreichen Veranstaltungen vor Ort zur Verfügung und begleitet im Rahmen von Coachings bei der Praxisgründung. Es fördert die Digitalisierung im ländlichen Raum, schafft Möglichkeiten des Matchings von Praxisgründern und Praxisabgebern über zahlreiche kostenfrei nutzbare Börsen und hilft bei allen Fragestellungen im Rahmen eines Wohnortwechsels. Alle Leistungen können aufgrund der Förderung der EU, zusätzlicher Drittmittel und dem ehrenamtlichen Einsatz zahlreicher Projektpartner kostenfrei in Anspruch genommen werden.

Die Stadt Lennestadt unterstützt dieses Projekt und hat bis dato eine Anteilsfinanzierung in Höhe von 5.000,00 € zur Verfügung gestellt.

  • Digitalprojekt mit dem Forschungskolleg der Universität Siegen (FOKOS) und den Hausärzt*innen aus Lennestadt:

Die fortschreitende Digitalisierung im Gesundheitswesen kann eine Entlastung der Hausärzt*innen bieten und zudem den Service für die Patient*innen erhöhen. Der Einsatz telemedizinischer Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum wird als unterstützende Maßnahme zukünftig unerlässlich sein. Sie muss eine verbesserte Work-Life-Balance und überlokale Arbeitsmöglichkeiten ermöglichen und zudem integrierte Delegationsmodelle für das medizinische Personal enthalten, um die Ärztin / den Arzt entlasten zu können. Eine Vorreiterrolle in diesem Bereich einzunehmen, kann auch dabei helfen, junge Mediziner*innen für die Arbeit in einer Gemeinschaftspraxis im ländlichen Raum zu gewinnen und trägt dem Wunsch der Allgemeinmediziner*innen aus Lennestadt Rechnung, bei der Digitalisierung der Arztpraxen zu unterstützen.

Gemeinsam mit Hausärzt*innen aus Lennestadt, fortgeschrittenen Medizin-Studierenden verschiedener Medizinscher Fakultäten in NRW und Wissenschaftlern des FOKOS soll im Verlauf von verschiedenen Workshops ein DigiDoc-Konzept erarbeitet und eine Machbarkeitsstudie durchgeführt werden. Folgende Fragestellungen stehen hier im Fokus:

-       Wie können Mediziner*innen unter Rückgriff auf telemedizinische Untersuchungs- und Behandlungsformen einen überörtlichen Praxisbetrieb realisieren?

-       Mit welchen Mitteln und unter welchen Voraussetzungen lassen sich Patient*innen mit medizinisch vertretbarer Qualität telemedizinisch behandeln?

-       Welche digitalen Kompetenzen und technische Assistenzsysteme müssen auf Seiten der Mediziner*innen sowie der Patient*innen vorhanden sein?

-       Wie können rechtssichere, digital gestützte und entlastende Delegationsmodelle aussehen?

Das gemeinsame Forschungsvorhaben „Digitale Modellregion Gesundheit Dreiländereck“ bietet im Anschluss weitergehende Fördermöglichkeiten über den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses. Die niedergelassenen Allgemeinmediziner*innen aus dem Bereich Lennestadt haben nach Gesprächen und einem Workshop mit FOKOS und der Stadt Lennestadt die produktive Teilnahme an der Durchführung der oben beschriebenen Machbarkeitsstudie bezüglich einer übergreifenden Allgemeinmedizinisch / Telemedizinischen Praxis zugesagt.

Die Stadt Lennestadt übernimmt daher die Trägerschaft für das dargestellte Projekt und stellt eine Projektfinanzierung in Höhe von bis zu 89.250,00 € zur Verfügung.

  • Mitarbeit der Stadt Lennestadt in einer geplanten Arbeitsgruppe des Kreises Olpe:

In der Kommunalen Konferenz für Gesundheit, Alter und Pflege des Kreises Olpe am 09.10.2019 wurde über den sich abzeichnenden (Haus)Ärzt*innenmangel in vielen Teilen des Kreises Olpe beraten. Zudem wurde die Thematik auch in mehreren Gesprächen zwischen den Bürgermeistern und dem Landrat des Kreises Olpe besprochen. Es ist nunmehr vorgesehen, eine kreisweite Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertreter*innen der Politik, der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, der Städte und Gemeinden und weiteren, an der Gesundheitsversorgung maßgeblich beteiligten Einrichtungen und Organisationen zu bilden.

Die Stadt Lennestadt wird an diesem Arbeitskreis produktiv mitwirken und Lösungswege unterstützen, welche die Gesundheitsversorgung in Lennestadt und im gesamten Kreis Olpe stärken.

  • Kinderärzt*in für Lennestadt / neue Hausärzt*innen für Lennestadt-Grevenbrück:

Um medizinische Fachkräfte von einer Beschäftigung in Lennestadt überzeugen zu können, sollte die Bedarfslage regelmäßig beobachtet und auf die Unterstützung eines externen, auf Personalgewinnung spezialisierten Dienstleisters zurückgegriffen werden. 

Aus diesen Gründen hat die Stadt Lennestadt die Personalagentur „HealthCare“ bereits vor mehreren Jahren damit beauftragt, eine/n Kinderärzt*in für Lennestadt zu finden.

Dieser Auftrag wurde inzwischen, aufgrund der sich abzeichnenden Bedarfslage, auf die Suche nach Hausärzt*innen für den Bereich Lennestadt-Grevenbrück erweitert.

Sofern jedoch ein/e Hausärzt*in für Lennestadt gefunden wird, könnte sich ein weiteres Problemfeld ergeben:

Aktuell gilt die Stadt Lennestadt nach den Regelungen der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) im Bereich der Allgemeinmedizin als ausreichend versorgt, da die KVWL ihre Bedarfsrichtlinien Ende 2019 zu Lasten des ländlichen Raums geändert hat. Eine Niederlassungssperre für Allgemeinmediziner*innen gilt nunmehr bereits bei einem Versorgungsgrad von 100 % (zuvor 110 %).

Nach statistischen Ermittlungen von IT.NRW unterscheiden sich die Arztpraxendichten in den Kreisen und kreisfreien Städten zum Teil deutlich: So entfallen beispielsweise in den dünn besiedelten Gebieten des Kreises Paderborn zwanzigmal so viele Menschen auf
eine Facharztpraxis wie in den dicht besiedelten Gebieten. Die höchste
Arztpraxendichte gibt es in Bonn – die niedrigste im Kreis Olpe. Die höchste Krankenhausdichte ist in den Ballungszentren der Rhein-Ruhr-Schiene zu finden.

Die Altersstruktur der Allgemeinmediziner*innen in Lennestadt liegt deutlich über 50 Jahren, sodass die o.g. Beschränkungen der KVWL eine vorausschauende Nachwuchsplanung erschweren und im ungünstigsten Fall die Bemühungen aller Beteiligten konterkarieren. Hier sollten sich alle verantwortlichen Akteure für Lösungsmöglichkeiten einsetzen, die die Benachteiligung des ländlichen Raums beseitigen.   

  • Konzept hausärztliche Versorgung im Ortsteil Grevenbrück:

Modern eingerichtete Gemeinschaftspraxen und eine Zentrierung auf einzelne Standorte werden als ein zukunftsweisender Lösungsansatz gesehen. Hemmnisse für die Gründung einer Hausarztpraxis sind u.a. die hohen Arbeitszeiten, das nicht unerhebliche unternehmerische Risiko und ein stetig zunehmender Verwaltungsaufwand. Diese Faktoren können durch eine Praxisgemeinschaft zumindest abgemildert werden. Gleichzeitig kann auch die Versorgungszufriedenheit der Patient*innen gesteigert werden, sofern eine solche Gemeinschaftspraxis die Expertise mehrerer Ärzt*innen vereint und hierdurch Synergieeffekte geschaffen werden. 

Aufgrund des sich abzeichnenden Bedarfs an zusätzlicher hausärztlicher Versorgung im Bereich Grevenbrück begleitet die Stadt Lennestadt daher, zusammen mit einem Investor, ein Modell für die Entwicklung eines „Ärztehauses“ im Bereich der „Alten Post“.

  • Unterstützung der Geburtenhilfe des St. Josefs Hospitals der Katholischen Hospitalgesellschaft Südwestfalen gGmbH durch familienbezogene Versorgungsleistungen des Bündnisses für Familie der Stadt Lennestadt:

Das Krankenhaus in Lennestadt nimmt nicht nur für den Bereich Lennestadt / Kirchhundem, sondern auch für weite Teile des Hochsauerlandkreises eine unverzichtbare Versorgungsfunktion wahr. Die Stärkung des Standortes ist daher im Interesse aller Beteiligten und wird in regelmäßigen Gesprächen thematisiert.

Ein Ausfluss dieses engen und vertrauensvollen Austausches ist der dauerhafte Erhalt der Geburtenhilfe des St. Josefs Hospitals, welcher u.a. durch die Unterstützung familienbezogener Versorgungsleistungen durch das Bündnis für Familie der Stadt Lennestadt ermöglicht wird.

Eine geplante Kooperation zwischen der Hospitalgesellschaft und der DRK-Kinderklinik Siegen könnte zudem die kinderärztliche Versorgung sicherstellen.

  • Unterstützung des St. Josefs Hospitals der Katholischen Hospitalgesellschaft Südwestfalen gGmbH bei der Anschaffung eines Magnetresonanztomographen (MRT)

Wer bislang aus dem Raum Lennestadt zum MRT musste, musste eine Anfahrt von mindestens 30 Minuten einkalkulieren: die nächsten Kernspintomographen befinden sich in Olpe, Attendorn, Siegen, Lüdenscheid und Plettenberg. Das wird sich im Herbst 2020 ändern: das St. Josefs-Hospital in Lennestadt wird mit Beschluss des Verwaltungsrates der Katholischen Hospitalgesellschaft Südwestfalen, zu der das Krankenhaus gehört, einen Kernspintomographen anschaffen und die Räumlichkeiten der Radiologie im St Josefs- Hospital vergrößern. Möglich wird dies durch die Unterstützung der Stadt Lennestadt: mit 500.000 Euro bezuschusst die Stadt die Anschaffung des Gerätes, das einen Gesamtwert von 1 Mio. Euro hat. Einschließlich der Um- und Einbaukosten für den MRT investiert die Hospitalgesellschaft 1,5 Mio. € in die Radiologie.

„Eine Analyse hat ergeben, dass Bedarf an etwa 3.600 Untersuchungen jährlich allein in Lennestadt besteht. Schmallenberg käme mit weiteren 3.500 Untersuchungen hinzu“ erläutert Johannes Schmitz, Geschäftsführer der Katholischen Hospitalgesellschaft, die geplante Neuanschaffung.

„Die Zukunftsfähigkeit und Weiterentwicklung des Krankenhauses wird mit der Anschaffung eines Kernspintomographen weiter verbessert. Somit wird die Patientenversorgung bei uns in Lennestadt gestärkt“ erklärt Bürgermeister Stefan Hundt.

„Durch die beabsichtigte Verlagerung eines Facharztsitzes für Radiologie von Olpe nach Lennestadt innerhalb des Medizinischen Versorgungszentrums der Hospitalgesellschaft können zukünftig ambulante und stationäre radiologische Untersuchungen zeitnah und mit modernster Ausstattung im St Josefs-Hospital erbracht werden“, so Schmitz weiter.

„Mittelfristiges Ziel sind 5.000 Untersuchungen jährlich, was insbesondere durch einen hohen Anteil an ambulanten Untersuchungen zu realisieren ist. Ein Facharzt für Radiologie wird von Montag bis Freitag im Tagdienst vor Ort befunden“, so Dr. Michael Mansour, Chefarzt des Instituts für Radiologie am St. Martinus-Hospital Olpe.

Das St. Josefs-Hospital wird intensiver in das bestehende Teleradiologienetzwerk der Hospitalgesellschaft eingebunden, so dass 24 Stunden 7 Tage die Woche die Notfallbefundung durch Fachärzte sichergestellt ist. Außerdem soll die Radiologie am St. Josefs-Hospital auch für die ambulante Befundung im Computertomographen (CT) geöffnet werden. Somit sind sowohl MRT- als auch CT-Untersuchungen ambulant auf Überweisung eines niedergelassenen Arztes dann möglich.

  • Erstellung einer Imagebroschüre für Fachkräfte im Allgemeinen und Hausärzt*innen im Speziellen:

Das Projekt „Willkommen in Südwestfalen / Perspektive 2.0“ verdeutlicht u.a., wie wichtig das Image und die transparente Darstellung der Stärken einer Region bzw. einer Kommune im Wettbewerb um dringend benötigte Fachkräfte sind.

Die Werbeagentur David Bock Marketing & Design GmbH & Co. KG wurde daher damit beauftragt, eine hochwertige Imagebroschüre für die Stadt Lennestadt zu erstellen, welche zur Gewinnung von Fachkräften, auch von den Unternehmen der Stadt Lennestadt, genutzt werden kann.

Für den Bereich der Gesundheitsversorgung wird ein zusätzlicher „Einleger“ für die Suche nach Hausärzt*innen / Kinderärzt*innen erstellt. Die Broschüre kann u.a. von der o.g. Personalagentur in Personalgewinnungsgesprächen genutzt werden. Auch das Krankenhaus, die Lennestädter (Haus)Ärzt*innen und weitere interessierte Akteure erhalten eine ausreichende Anzahl an Exemplaren für Werbezwecke. Die Broschüre wird u.a. die Stärken der Stadt Lennestadt in Bezug auf den Wirtschaftsstandort, den Einzelhandel, die vielfältigen Kultur- und Freizeitangebote und die familiengerechte und zukunftsorientierte Infrastruktur darstellen. Der o.g. „Einleger“ wirbt konkret um die benötigte Fachkraft und zeigt Unterstützungsmöglichkeiten durch die Stadt Lennestadt / das jeweilige Unternehmen auf.

  • Kooperation zwischen den Hausärzt*innen in Lennestadt, dem St. Josefs Hospital und der Stadt Lennestadt:

Neben dem oben bereits erwähnten Themenfeld der Digitalisierung, haben die Hausärzt*innen aus Lennestadt in mehreren Gesprächen folgende Unterstützungswünsche an die Stadt Lennestadt herangetragen:

-       Benennung eines kommunalen Beauftragten als Ansprechpartner für Ärzt*innen, die sich bereits im Raum Lennestadt niedergelassen haben und für solche, die an einer Niederlassung interessiert sind.

-       Kontaktaufnahme mit Assistenzärzt*innen des Krankenhauses nach Rücksprache mit der Klinikleitung, damit die jungen Kolleg*innen sich von Anfang an von kommunaler Seite willkommen und begleitet wissen.

-       Einladung von kommunaler Seite zum Kennenlernen der kommunalen Einrichtungen. Gegebenenfalls Treffen mit Amtsträgern.

Da eine zielführende Bearbeitung dieser Aspekte verschiedene Kooperationen voraussetzt, hat die Stadt Lennestadt bereits weitere Gespräche mit einzelnen Hausärzt*innen aus Lennestadt und Vertreter*innen der Katholischen Hospitalgesellschaft Südwestfalen gGmbH geführt. In diesen Gesprächen hat sich gezeigt, dass alle Beteiligten an einer Zusammenarbeit interessiert sind, sodass nunmehr ein Konzept erarbeitet werden kann, um ein Netzwerk zu installieren, das Synergieeffekte schafft und Aufgaben zielgerichtet verteilt. Die weiteren Gespräche werden von der Stadt Lennestadt koordiniert.

Der bisherige Austausch hat gezeigt, dass ein von der Stadt Lennestadt in Vollzeit beschäftigter, kommunaler Gesundheitsmanager aktuell nicht erforderlich ist. Die o.g. Wünsche der Hausärzt*innen befassen sich vielmehr mit den Themenfeldern Koordination, Willkommenskultur und Stadtmarketing. Zielführend sind daher enge Kooperationen und ein strukturiertes Netzwerk unter Beteiligung der o.g. Akteure.

Ein erster Beitrag der Stadt Lennestadt ist die o.g. Imagebroschüre, welche die Idee von konkreten Ansprechpartner*innen aufgreift und in persönlichen Gesprächen übergeben werden könnte.

Weiterhin koordiniert Herr Thomas Meier (Fachbereichsleiter Schulen und Soziales, Stadt Lennestadt) die zukünftigen Gespräche zwischen den Beteiligten und steht den niedergelassenen Hausärzt*innen und der Hospitalgesellschaft Südwestfalen gGmbH als Ansprechpartner zur Verfügung.

Die von den Hausärzt*innen gewünschten Unterstützungsmöglichkeiten durch die Stadt Lennestadt werden durch o.g. Maßnahmen aufgegriffen und weiterentwickelt.

Unter den Beteiligten herrscht Konsens, dass die umfangreiche und vielschichtige Thematik nur in einem ständigen konstruktiven Austausch und gegenseitiger Unterstützung zielführend bearbeitet werden kann.