Stadtmuseum und KulturBahnhof Grevenbrück öffnen am Sonntag

Am kommenden Sonntag öffnen der KulturBahnhofund das Stadtmuseum Lennestadt von 14 bis 17 Uhr ihre Türen und laden besonders Fans historischerTechnik zum Mitmachen ein. Der freie Eintritt gilt für beide Häuser, die nur etwa 15 Gehminuten voneinander entfernt liegen.


Während im KulturBahnhof die interaktive Reise entlang der Ruhr-Sieg-Strecke auf drei Etagen wartet, steht im Stadtmuseum eine uralte Fertigungstechnik im Fokus: das Brettchenweben. Archäologische Funde in Gräbern, an Moorleichen und in Siedlungen belegen, dass mit dieser Methode seit Jahrtausenden stabile Gürtel, Bänder, Borten sowie Pferderiemen und Zaumzeug hergestellt wurden. Hier können Besuchende selbst erfahren, wie durch das Drehen kleiner Lochkarten komplexe Muster entstehen. Diese Handwerksweise spricht auch Personen an, die dem traditionellen Weben fernstehen, aber Freude am technischen Verständnis historischer Prozesse haben.

Ein Gruß aus der Gründerzeit: So sah Grevenbrück 1895 aus

Das neue „Exponat des Monats“ nimmt Sie mit in die Blütezeit des Ortes. Eine prachtvolle Ansichtskarte vom 31. Dezember 1895 zeigt Förde-Grevenbrück im Wandel: Eingefasst in dekorative Jugendstil-Elemente, präsentiert sich der Ort im industriellen Aufbruch. Zu sehen sind das Hotel zur Post, die Lennebrücke und die zwischen Feldern liegenden rauchenden Schloteder „Chemischen“. Die Karte dokumentiert nicht nur den wirtschaftlichen Aufstieg der Region, sondern markiert auch den Beginn des aufkommenden Tourismus. Solche mehrteiligen Lithografien waren das ideale Medium, um Reisenden und Gästen die Sehenswürdigkeiten des Lennetals näherzubringen. Mit dieser Grußkarte wurden damals der Familie Hoffmeister in schwungvoller Kurrentschrift „herzlichste Glücks- und Segenswünsche“ zum Jahreswechsel übermittelt

Weitere Informationen: Dr. Ricarda Braun, Museumsleitung, Stadt Lennestadt, E-Mail: r.braun@lennestadt.de, Tel. 02723/608 401.