Projekt „Lennestadt bewegt gemeinsam“ startet: Gemeinsam gegen Einsamkeit im Alter

Generationenübergreifendes Bewegungsprojekt für mehr Begegnung, Teilhabe und Lebensqualität in Lennestadt


In Lennestadt startet ein neues Projekt, das Bewegung, Begegnung und soziale Teilhabe älterer Menschen stärker miteinander verbinden soll. Unter dem Titel „Lennestadt bewegt gemeinsam – Generationenübergreifende Bewegungs- und Teilhabepfade für ältere Menschen in der Stadt Lennestadt“ werden in den kommenden drei Jahren gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern sowie zahlreichen Partnern neue Angebote und Strukturen entwickelt. Die Finanzierung des dreijährigen Projekts übernimmt die AOK NordWest im Rahmen der Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten nach § 20a SGB V.

Ziel des Projekts ist es, ältere Menschen dabei zu unterstützen, aktiv zu bleiben, soziale Kontakte zu pflegen und möglichst lange selbstständig am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Gleichzeitig sollen bestehende Angebote besser vernetzt, Bedarfe vor Ort sichtbar gemacht und neue Möglichkeiten für Bewegung und Begegnung geschaffen werden. Gerade im ländlichen Raum können eingeschränkte Mobilität, gesundheitliche Belastungen oder fehlende Begegnungsmöglichkeiten dazu beitragen, dass ältere Menschen weniger am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Hier setzt das Projekt an und nutzt Bewegung als Zugang zu Begegnung und Teilhabe.

Für das Projekt soll eine umfassende Bedarfsanalyse durchgeführt werden. Ziel ist es, die Wünsche, Bedürfnisse und Herausforderungen älterer Menschen in Lennestadt zu erfassen und gleichzeitig einen Überblick über bestehende Bewegungs-, Begegnungs- und Teilhabeangebote zu gewinnen. Ergänzend zu Gesprächen mit relevanten Akteurinnen und Akteuren bildet eine Bürgerbefragung einen wichtigen Bestandteil der Analyse.

Alle Bürgerinnen und Bürger ab 60 Jahren sind daher eingeladen, sich an der Befragung zu beteiligen. Mit ihren Erfahrungen, Einschätzungen und Anregungen können sie dazu beitragen, die weitere Projektentwicklung bedarfsgerecht auszurichten. Die Ergebnisse der Befragung sollen als Grundlage für die Entwicklung zukünftiger Angebote und Maßnahmen dienen.

Zur Online-Befragung:

https://h-troester.limesurvey.net/917651?lang=de&newtest=Y

Zur analogen Befragung:

Der Fragebogen kann im HANAH-Servicebüro auch als analoger Fragebogen in Papierform abgeholt oder unter a.schiller@lennestadt.de angefordert werden.

„Die frühzeitige Beteiligung der Menschen vor Ort ist für die weitere Projektentwicklung von großer Bedeutung. Die Ergebnisse der Befragung geben wichtige Hinweise darauf, welche Angebote und Strukturen tatsächlich benötigt werden“, erklärt Andrea Schiller.

Die Förderung durch die AOK NordWest ist auf eine nachhaltige Wirkung über die dreijährige Projektlaufzeit hinaus ausgerichtet. Gemeinsam mit den beteiligten Partnern sollen nachhaltige Strukturen geschaffen werden, die Bewegung, Begegnung und soziale Teilhabe älterer Menschen in Lennestadt langfristig stärken.

Zum Hintergrund des Projektes:

Die Stadt Lennestadt hat das Projekt initiiert, um die Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe älterer Menschen vor Ort zu stärken. Die Förderung durch die AOK NordWest schafft die finanzielle Grundlage für die gemeinsame Umsetzung mit den Projektpartnern. Andrea Schiller vom HANAH-Büro, dem Servicebüro für Familien und Senioren der Stadt Lennestadt, begleitet das Projekt seitens der Stadt und bringt die Anliegen älterer Menschen in die weitere Entwicklung ein.

Gemeinsam mit dem Kreissportbund Olpe e. V. entwickelt die Stadt Lennestadt das Projekt weiter. Der Kreissportbund übernimmt dabei die Projektkoordination. Zuständig dafür sind Helena Tröster, Fachkraft Gesundheitssport beim Kreissportbund Olpe e. V., und Lisanne Arens, duale Studentin beim Kreissportbund. „Wir möchten gemeinsam mit den Menschen vor Ort Angebote entwickeln, die Freude an Bewegung mit Begegnung und Teilhabe verbinden und sich an den tatsächlichen Bedürfnissen der älteren Menschen orientieren“, erklärt Helena Tröster.

Ein besonderer Bestandteil des Projekts ist die generationenübergreifende Zusammenarbeit mit dem Gymnasium der Stadt Lennestadt. Schülerinnen und Schüler, die bereits als Sporthelferinnen und Sporthelfer ausgebildet wurden, werden unter der Begleitung von Petra Weschollek, Lehrerin am Gymnasium der Stadt Lennestadt, gemeinsam mit dem Kreissportbund Olpe e. V. zu Bewegungshelferinnen und Bewegungshelfern weiterqualifiziert. Anschließend sollen sie in Bewegungsangebote für ältere Menschen eingebunden werden. Auf diese Weise entstehen neue Begegnungsmöglichkeiten zwischen den Generationen und zugleich Möglichkeiten für junge Menschen, Verantwortung zu übernehmen und ihre Kompetenzen einzubringen.

Fachlich begleitet wird das Projekt durch Rebecca Dienst vom Fachdienst Gesundheit des Kreises Olpe. Auch der Fachdienst finanzielle und soziale Hilfen des Kreises Olpe, vertreten durch Claudia Hufnagel, ist in die Projektarbeit eingebunden. Darüber hinaus werden Vereine, Senioreneinrichtungen, ehrenamtliche Initiativen und weitere lokale Akteurinnen und Akteure einbezogen.